Wenn Elefanten groß werden…

Kennt ihr die Geschichte des kleinen Zirkuselefanten? Der, der von Geburt an eine Kette am Fuß trug, die ihn hindern sollte wegzulaufen? Wochen, Monate, jahrelang hat der kleine Elefant an der Kette gezogen und gezerrt. Immer und immer wieder. Dann kam der Tag, an dem er sich abgefunden hatte, mit der Kette an seinem Fuß, mit seinem kleinen Bewegungsumkreis. Nie wieder hat er versucht sich von der Kette zu reißen. Zu tief saßen die Überzeugungen aus der Kindheit: diese Kette werde ich niemals losbekommen! So konnte er nicht wissen, dass er als erwachsener Elefant längst frei ist. Die Kette kann ihn nicht mehr halten… und er bleibt gefangen, weil er seinen Kindheitstraumen nicht entkommt!

So ist es doch auch bei uns. Spricht es hinter mir. Ja kann schon sein. Kommt von rechts. Jetzt mischt links sich ein:

Ja. So ist es!

Wenn ein ganz reales Monster, aus deiner Kindheit, (den du immer noch genau so vor Augen hast, groß, mächtig, unbesiegbar) im heute, (Im richtigen jetzt der Therapeuten) mit Rollator neben dir geht

Dann denk daran! Du bist kein kleiner Elefant mehr! Du bist groß und stark und was da neben dir, am Rollator geht, das ist im heute keine Kette mehr an deinem Fuß!

Du kannst fortgehen, einfach so.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Ein schwieriges Thema

Eins das auf jeden Fall Emotionen hochkochen lässt. Daher nun gleich zu Beginn. Worüber ich sprechen werde, bezieht sich auf mich. Meine Erinnerungen, meine Ergebnisse, meine Gedanken und endet mit meinem Fazit und meiner Sicht auf Die Welt.

Bei nichts davon setze ich eine Allgemeingültigkeit voraus. Meine Schilderungen sind völlig subjektiv. Es liegt mir fern jemanden zu verletzen oder vor den Kopf zu stoßen. Deshalb steht nun hier ein ziemliche ausführliche Vorwarnung. sofern sich dennoch jemand gekränkt, getroffen oder anders ungut mit dem fühlt, was ich schreiben werde, gerne kommentieren.

 

So. wie fange ich jetzt an? Ich denke es wird ein längerer Text, denn irgendwie muss ich weit ausholen…

 

Aber von Vorne. In den letzten Tagen hatte ich mehr Freizeit als gewöhnlich. Und um mein neues Notebook auch zu nutzen, surfte ich recht allgemein durchs Netzt. Facebook, WordPress, Nachrichten, das Übliche.

 

Auf welchen Wegen auch immer, stolperte ich über den Fall des Kindesmissbrauch auf dem Campingplatz, der inzwischen bereits verhandelt ist und auch darauf, dass einer der früheren Opfer, jetzt 16 Jahre alt, selbst angeblich nun zum Täter geworden ist und in Untersuchungshaft sitzt. Darauf komme ich später nochmal zurück. Zunächst geht es in andere Richtung weiter.

 

Ich laß verschiede Presseartikel, sah mir Reportagen an. Jetzt erstmal wieder eine Feststellung vorab, was dort geschah ist schrecklich für die Opfer, eine Straftat und ich heisse nichts davon gut.

Auf einer rationalen Ebene.

Als ich diesen Satz dachte, sah mein Gesicht vermutlich eher so aus 😳

und dann so 😱

Warum? Die Tatsache, dass ich das oben benannte absolut ausschließlich rational wahrnahm, hat mich erschreckt. Diese völlige Fehlen von Gefühl dazu und eine Unmöglichkeit mit den Opfer zu fühlen, machte mir Angst.

Ich sah eine Pressekonferenz zu den ersten Ermittlungsergebnissen. Durch die Polizei wurden Angaben zu den Taten, den Ausmaßen gemacht und der Pressesprecher rang sichtlich um Fassung. Seine Stimme brach immer wieder und man spürte, wie hoch emotional belastet er in diesem Moment war. Meine Reaktion darauf war Irritation. Irritation und die Unfähigkeit mich in diesen Pressesprecher einzufühlen. Ich habe nicht einmal eine Idee, wie ein Mensch emotional aufgestellt ist, der so reagiert.(reagieren kann, so berührbar ist).

die Irritation bezog sich aber auch auf die in allen Berichten spürbare echte Fassungslosigkeit und Empörung. Über das Entsetzen des Ausmaßes. 20 Jahre lang, über 40 Kinder. Täter die sich austauschen, Video- und Bildmaterial anfertigen usw.

 

Ich bin erstaunt weil es den Menschen so erschreckend vorkommt.

Auch hier musste ich feststellen das ich sehr emotionslos und empathiebehindert bin. Meine Gedankengänge waren sachlich. Die Anzahl der Kinder finde ich nicht ungewöhnlich, die Dauer nicht, die Maschen nicht, alles nicht.

In meiner Lebenrealtität passierte das genau so. Menschen die dies mit Kinder tun, begnügen sich niemals! mit einem. Es gibt immer mehrere Kinder. Es gibt so viele Kinder, wie irgendwie verfügbar. 20 Jahre sind nicht sonderlich lang. Nicht für mich. Täter dieser Art, die machen das seit nem halben Jahrhundert. Und wurden niemals erwischt. Keiner der an mir zumTäter wurde, wurde jemals erwischt! Ich mag nicht hochrechnen, wieviele Opfer das bedeutet.

 

Damit will ich nicht sagen, dass die Empörung der Öffentlichkeit nicht echt oder berechtigt ist. Das ist sie! Aber, diese Empörung ist fern der Realität. Es sollte nicht so überraschen. Das was dort aufgeflogen ist, passiert überall. Andauernd und oftmals für immer unbemerkt. Das der Öffentlichkeit bewusster zu machen, könnte hilfreich sein.

Jetzt zurück zu der Inhaftierung des Jungen. An dieser Stelle ist es für mich schwierig.

Ich erinnere eigenes sexuell übergriffiges Verhalten aus meiner Kindheit und Jugend. Ich erinnere das Verhalten gezeigt zu haben, ohne Anwesenheit und somit direkte Anweisung dazu von Erwachsenen.

Ich weiß das es mir normal und ganz sicher nicht falsch vorkam. Im Rahmen meines Kontext ist das durchaus verständlich. Für mich war nicht rational erkennbar etwas Falsches daran, da ich, zumindest als Kind, nicht das Wissen über Strafgesetze hatte. Auch emotional konnte ich in den Handlungen nichts falsches fühlen. Hatte ich das doch tausendfach an mir erlebt. Mit diesen Handlungen befand ich mich völlig in meinem Spektrum/ Erfahrungshorizont von „normal“.

Bis heute, so wurde mir bewusst, habe ich in diesem Bereich einen blinden Fleck. Nicht rational. Ich kann heute durchaus differenzieren, wo eine strafrechtlich relevante Grenzüberschreitung beginnt. Was ich auch heute (noch) nicht kann, ist diese Grenzüberschreitung fühlen. Ich bin nicht in der Lage, so wie der oben erwähnte Polizist, bei dieser Thematik emotional berührt zu werden.

Ich kann weder für mich selbst echte Empathie (an dieser Stelle) empfinden, noch für andere.

Nach Recherchen stellte ich fest, dass es heute spezielle Einrichtungen gibt, für Kinder und Jugendliche mit sexuell übergriffigen Verhalten. Die Kinder erhalten dort spezielle Therapien und werden begleitet, um zu verhindern, dass sie erwachsene Täter werden. Eine Bewertung ob oder wie sinnvoll das in der Form ist, will ich nicht vornehmen. Kann ich auch nicht.

Tatsache ist, hätte eines der Kinder aus meiner Vergangenheit meine Grenzüberschreitung als solche erkannt und einem Erwachsenen mitgeteilt ( beides war zugegeben in meinem damaligen Umfeld wohl schwer möglich) wäre ich in der Kategorie Täter und „sich zum Täter entwickelnde“ eingestuft und ggf. behandelt worden.

So war es nicht. Ich landete als Anfang zwanzigjährige im psychiatrischen System und man klassifizierte mich als Opfer. Dieses Etikett trage ich bis heute. Die Gefahr darin und meine Erfahrung ist, dass dieses Etikett dazu führt, dass ich jeweils in der Opferposition wahrgenommen werde. Alle meine abweichenden Verhalten werden auf dieser Basis betrachtet.

Hier nochmals die Zwischenbemerkung: es geht nur um mich! Für andere zum Opfer gewordene können völlig andere Dinge gelten, was hilfreich, nicht hilfreich ist!!

Habe ich in der Vergangenheit berichtet, dass ich (ich steht hier für wir oder andere Anteile) im sexuellen Bereich durchaus auch Spaß und Lust an der Ausübung von Gewalt (hier mit anderen Erwachsenen) erlebe, so wurde mir stets und immer gesagt, dies sei nicht ungewöhnlich für Opfer. Tätergewollt. Täterinduziert sind hier die Stichworte. Das das dem aktuellen Stand der Forschung entspricht, will ich nicht diskutieren.

Mir geht es darum, dass für mich nach und nach der Eindruck entstand, dass ich als völlig passives Opfer wahrgenommen werde. Alles ist gemacht, verursacht, konditioniert. Verschiedene Anteile reagierten darauf sehr zornig und inzwischen bin ich an der Stelle ebenfalls ambivalent.

Denn alles das was angeführt wird, ist sicherlich eine Erklärung für Dinge, die ich getan habe. Ich bin nicht Schuld in dem Sinne, dass ich bewusst anderen geschadet habe oder gezielt benutzt habe. Aber mein eigenes Opfer sein entbindet mich nicht von Verantwortung! Ich habe Dinge gemacht, die Schaden zugefügt haben. Ich habe es nicht besser gewusst oder gekannt. Trotzdem möchte ich in dieser Verantwortung heute ernst genommen werden. Ich erwarte auch von Therapeuten (die sich als Traumatherapeuten bewusst für die Arbeit mit Opfern entschieden haben und gegen die Arbeit mit Tätern) das diese bereit und in der Lage sind, sich mit mir trotzdem auch diese Bereiche anzusehen. Die mir (oder vorallem sich selber?) an dieser Stelle nicht sofort versichern, dass bin nicht ich, dass ist ein Täterintrojekt. Ich möchte mir im heute diese Bereiche in mir ansehen. Ich möchte hinfühlen. Verstehen und selber entscheiden was davon gehört zu mir etc. Ich will mich auseinandersetzen auch mit möglichen Schuldgefühlen oder der Abwesenheit derselben.

Ich frage mich woher es kommt, das wurde man einmal als Opfer etikettiert, alles aus dieser Perspektive betrachtet wird. Es wird nicht verurteilt, ich soll mich gar nicht ernsthaft damit befassen.

Hätte meine Etikett damals, was durchaus im Bereich des Möglichen war, die andere Richtung genommen, dann hätte man mich mit meinen Taten konfrontiert. Hätte eine Verantwortungsübernahme und eine Auseinandersetzung von mir gefordert. Hätte mich als unbelehrbar verurteilt, hätte ich es nicht getan.

Warum also spricht man mir im Rahmen von Traumatherapie in der Regel die Verantwortung ab. Warum soll ich mich nicht damit befassen?

Ich verstehe das es an verschiedenen Punkten der Therapie sicher völlig destabilisierend ist, an diesen Themen zu arbeiten. Gerade zu Beginn ganz sicher!

Meiner Erfahrung nach wird das Thema unter Traumatherapeuten aber ganz gern dauerhaft vermieden und bringt viele Therapeuten ziemlich aus dem Konzept. Liegt es daran, dass man doch den Opfern helfen will und es schwierig wird, auch innerlich für einen Therapeuten, wenn diese klare Abgrenzung von hier die armen, hilflosen Opfer und da die bösen monströsen Täter verschwimmt?

Zugegeben, dass Thema macht auch mich ziemlich wirr im Kopf.

Mir wurde von verschiedenen Therapeuten gesagt, dass ein solches Verhalten als Grundschulkind sicherlich nicht aus eigenem Wollen und Antrieb entstand, sondern Folge der selbst erlebten Gewalt ist. Dem stimme ich zu. Aber auch die Menschen, die Täter an mir wurden, kamen nicht so auf die Welt. Auch sie haben die Gewalt an mir aus einem spezifischen Kontext heraus ausgeführt. Inwieweit da wirklich und tatsächlich ein „freier Wille“ existiert, ist vermutlich eher philosophisch zu diskutieren. Ich denke das ein solcher Kontext, bzw. eine bestimmte Richtung die etwas oder jemand genommen hat ab einem gewissen Punkt nicht mehr umkehrbar oder aufhaltbar ist. (Auch hier wieder explizit der Hinweis darauf das es mir nicht darum geht Gewalt zu entschuldigen, zu negieren oder Ähnliches! Ich versuche für mich Dinge erklärbarer zu machen. Ich sage auch nicht, dass Gewalt eine Unvermeidbare Sache ist, ich denke nur, dass an einer frühen Stelle im Kontext angesetzt werden muss Warum werden dia n mir zu Tätern gewordenen als böse bewertet und ich nicht? „Sie sind das Opfer!“ bekomme ich gesagt.

Wo liegt der Unterschied? Vielleicht darin, dass ich seit 20 Jahren zur Therapie gehe. Mich auseinandersetze. Ich verhindern will, dass ich die Gewalt weiter gebe.

Falls ja, woran liegt das? Ich bezweifle das das tatsächlich ein Verdienst meines „besseren Charakters“ ist. Ich denke, Zufall spielt da eine viel größere Rolle. Ich kam mit bestimmten Anlagen zur Welt. Die sind nicht mein Verdienst. Es gab Rahmenbedingungen die mich geprägt haben. Vielleicht war zwischen der ganzen Gewalt zufällig etwas dabei, das mich in der Form prägte, dass ich nicht so weiter machen möchte. Konkret benennen kann ich hier nichts.

Ich habe nicht das Gefühl hier jemals eine bewusste Entscheidung getroffen zu haben. Ich hab mich nicht bewusst zwischen gut und böse entschieden ( was auch gar nicht möglich war/ ist, da ich wie erwähnt bis heute nicht in der Lage bin in diesem Bereich etwas zu fühlen! Ich weiß, dank Strafgesetzbuch heute, was falsch und richtig ist. Ich fühle es aber nicht und so entfällt ein wahrnehmen von gut und böse, was Sexualität betrifft)

Für mich fühlt es sich nach etwas an, nach ein Entwicklung in diese Richtung, die einfach auch durch die äußeren Umstände geformt wurde.

Vielleicht wäre ich im heute ein Mensch der die Kriterien eines Sexualstraftäters erfüllt. Vielleicht sogar verurteilt. Vielleicht hat es eine entscheidende Rolle gespielt, dass ich damals als Opfer etikettiert wurde. Dieses Lable hat dazu geführt das man auf meine emotionale Wahrnehmungsunfähigkeit wohlwollend reagierte. Mir wurde aus dieser Haltung heraus erklärt wo und wie massiv meine Grenzen überschritten wurden, wo Verletzungen passierten. Es wurden Verknüpfungen zu Folgen hergestellt. Alles Dinge die außerhalb meines Horizontes lagen. Sowohl rational als auch emotional.

Vielleicht stellt sich mir hier doch die Frage hinsichtlich der Richtigkeit von Therapiemethoden bei den als sexuell grenzüberschreitend etikettierten Kinder und Jugendlichen…

Das Thema ist schwierig und es macht mir bewusst, wie sehr die Grenzen verschwimmen und wie schnell man entweder auf der „guten“ oder der „schlechten“ Seite verortet wird/ werden kann.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare

Urlaub

mit den kleinen Lieblingsmenschen. Bis an die eigenen Belastungsgrenzen. Zerrissenheit und die Erkenntnis das Menschen anstrengend sind. Das die Erwartung an mich selbst hoch ist und das es verdammt schwierig ist, mit eigenem gehörigen Dachschaden und den (eigenen) Anforderungen niemals einem Kind zu schaden.

Die übertragene Fürsorge für zwei kleine Mädchen fühlte sich komisch, beängstigend, erschreckend, schön und auch ein bißchen stolz machend an. Zudem Verwunderung darüber, wie jemand angesichts meines ausgeprägten Dachschadens (ok, der nicht öffentlich bekannt ist) denken kann, dass das eine Gute Idee ist.

Vieles wurde in meinem inneren berührt. Ängste und Erinnerungen geweckt.

Haare frisieren, beim duschen helfen, darauf achten das Zähne geputzt werden, nicht Schokolade die Hauptmahlzeit ist. Ja. Alltag für Menschen die Eltern sind. Ich bin es nicht. Ich habe darin keine Erfahrung und kann auch nicht auf selbst gemachte Erfahrung mit Eltern zurück greifen. Oder besser, ich will es nicht, denn das waren offensichtlich nicht die besten… Darüber hinaus habe ich erhebliche Schwierigkeiten eigene Bedürfnisse wahrzunehmen oder gar im Vorfeld zu erahnen. Das macht es noch schwieriger.

Mit kleinen Menschen entwickeln sich völlig unerwartet Dramen, deren Entstehung man auch ohne Dissoziation gar nicht wirklich mitbekommt und plötzlich steckt man mittendrin. Die eigenen Gefühle fahren Achterbahn und die verschiedenen Auch- Ichs zerren in unterschiedliche Richtungen. Werden überrollt von Gefühlen oder landen in ihren ganz individuellen alten Filmen, die unterschiedlicher nicht sein können. Alles gleichzeitig. Und vor mir steht ganz in echt ein kleines Mädchen. Wütend die kleinen Hände zu Fäusten geballt. Sich langsam in die Wut hineinsteigernd und tobend: “ NEIN!!! ICH ZIEHE KEINE JACKE AN!!!!“

Etwas ratlos lausche ich meinem inneren. Die Vorschläge reichen von „Pech. Dann frierst du halt.“ bis „Gib ihr bitte, bitte eine Jacke. Sie wird erfrieren. Ganz sicher.“ oder „Oh Gott was soll ich tun? Sie wird einen bleibenden Dachschaden bekommen und das ist ganz allein meine Schuld.“

Kurz wollte ich einsteigen in das gefühlsbeladene Drama mit dem kleinen Menschen. Dann wurde mir klar das ich keinen Machtkampf brauche. Das am Ende ich am längeren Hebel sitze, war sowohl mir, als auch dem kleinen Menschen klar. Mein äußerliches Erwachsensein gibt mir von vornherein (wenn auch ohne Berechtigung) diese Macht. Ich entschied mich also dagegen, ich brauche den Kampf nicht und ich lege keinen Wert darauf ihr meine Macht zu demonstrieren. Weil es sie ohn-mächtig macht. Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Und ich nicht will, dass sie sich so fühlt. Und ich will auch nicht, dass ich selbst Scham empfinden muss. Scham darüber einem Kind meine Macht aufgezwungen zu haben.

Sie macht sich also ohne Jacke auf den Weg zum Wandern am Meer.

Mir ist klar, dass es zu kalt sein wird und das sie frieren wird. Trotzdem muss ich ihr nichts aufzwingen. Ich packe eine Jacke ein für sie und Ihre Schwester. Während ich das mache, höre ich meine Schwester den Machtkampf um den ich mich gedrückt (ist das so?) habe, mit ihrem Kind austragen. Ich komme ins Zweifeln. Habe ich mich falsch entschieden? Habe ich eine wichtige Auseinandersetzung vermieden? Schadet meine Entscheidung gar dem kleinen Menschen? Während es in mir noch diskutiert und höchst zerrissen ist, höre ich meine Schwester sagen: „ist mir scheissegal, du bist alt genug (echt? gerade mal das 10 Lebensjahr überschritten?) ich hab auch keinen Bock deine Jacke zu schleppen…“ der Rest rauscht an mir vorbei.

Schlagartig fühle ich mich wieder klein. Fühle, wie sehr einen schon die Entscheidung eine Jacke mitzunehmen überfordern kann. Wie scheisse das ist, wenn du merkst das du es nicht wirklich einschätzen kannst, ob dir zu kalt sein wird. Wie haltlos sich dieses „ist mir scheissegal…“ anfühlt. Und wie ätzend es ist, weil du den Machtkampf jetzt nicht mehr aufgeben kannst. Du musst es jetzt durchziehen. Wenns sein muss, mit blauen Lippen und deine Tränen unterdrückend, weil dir am Ende tatsächlich scheisskalt ist! Wie einsam und traurig das macht.

All das geschieht in Sekunden. Kurz frage ich mich, ob meine Schwester nicht mehr weiß wie es sich anfühlt der kleine Mensch zu sein. Heimlich packe ich auch noch seine Jacke in meinem Rucksack.

Klar. Auch ich würde es angenehmer finden ohne Rucksack zu wandern. Er schränkt ein und nervt beim laufe. Aber verdammt nochmal, ich bin doch hier die Erwachsene!

Wenig später, mitten in den Dünen, als es beginnt zu regnen, verteile ich die Jacken an alle kleinen Menschen. Ich bin froh das ich mich so entschieden habe, denn es erspart mir drei jammernde Menschen, weil es kalt ist. Eine verletzende, Macht demonstrierende Diskussion über „Hab ich dir doch gesagt.“ und es lässt mich hoffen, dass in einigen Jahren, wenn die kleinen Menschen vielleicht selber Kinder haben, sie zu fürsorglichen Erwachsenen geworden sind, die ihren Kindern auch „das Zeug schleppen“.

Und während ich das denke schaue ich traurig auf meine kleine Schwester. In mir rührt sich etwas. Jemand will der „kleinen“ die eigene Jacke anbieten und lieber selber frieren. Und wer anders sagt emotionslos „Für sie ist es zu spät.“

Eine Welle Traurigkeit schwappt über mich und spült mich für den Rest des Tages davon.

Und im Nachhinein frage ich mich, warum wir so verschieden sind. Warum kann sie all das nicht sehen, fühlen?

Mir fällt der Satz meines Therapeuten ein, als ich ihn fragte, ob ich mich melden dürfte, wenn der Urlaub zu schwierig wird. Ich fragte, weil auch er zeitgleich selbst im Sommerurlaub war. Es also seine Freizeit war in der ich mich ihm aufdrängen würde. Seine Antwort war kurz: „Für mich ist es selbstverständlich das sie sich melden können! Zu jeder Zeit!“

Vielleicht ist es das, was den Unterschied macht. Fast zwanzig Jahre einen Menschen an meiner Seite, der es selbstverständlich findet.

Der mir „mein Zeug“ hinterherschleppt wenn ich nicht voraussehen kann, was ich brauchen werde.

So schwierig es im Heute mit ihm sein mag. Ich bin ihm unendlich dankbar, dass ich so vieles habe nachlernen dürfen. Erfahrungen die in der Kindheit nicht möglich waren.

Selbstverständlich.

Was für ein großes und bedeutsames Wort!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 9 Kommentare

Verblüfft über Verblüffung

Wie im ganzen Rest von Deutschland hat auch uns die Hitze erwischt. Zum Glück mit Ankündigung.

Ich hasse Hitze. Ich lebe im Dachgeschoss. Von Mai bis Oktober im Dunkeln, sonst ist es schon bei „normalen“ Sommertemperaturen 40 Grad in der Wohnung. Das Haus ist alt. Isolierung, was ist das?

Ich liebe meine Wohnung. Sehr sogar. Nur Sommer ist die Hölle und bei den aktuellen Außentemperaturen ist es wirklich gesundheitsgefährdend in meiner Wohnung. Unter 30 Grad bekommt man die Zimmertemperatur auch nachts mit allen Fenstern offen nicht runter.

Ich lebe dort schon viele Jahre und hab mich so durch gequält. Eigentlich habe ich mir nie groß Gedanken gemacht. Es war heiß, muss ich durch. Pech. Wer sich an den letzten Sommer erinnert, es war wochenlang sehr, sehr warm. Ich ging auf dem Zahnfleisch und hätte am liebsten ununterbrochen geheult.

Hitze erinnert. Lässt mich ins damals zurück fallen. Macht einfach ganz viel im Inneren. Erst vor kurzem wurde mir das bewusst und auch das ich mich selber behandle, wie ich behandelt wurde. Mich zwingen uerträgliche, gefährliche Temperaturen einfach auszuhalten. Hitze macht das ich mich ausgeliefert fühle. Ich kann ihr nicht entkommen und nichts dagegen tun. Die Wohnung wird unerträglich warm und ich kann das nicht ändern. Jahrelang habe ich das als gegeben hingenommen und mich in mein Schicksal gefügt.

Als nun die große Hitzeankündigung kam, hab ich mir ein Hotelzimmer gebucht. Ja. Ich wohne eine Woche im klimatisierten Hotel. Fahre von dort zur Arbeit und dann wieder ins Hotel.

Ich fand das sehr selbstfürsorglich. Allerdings scheint das für andere völlig absurdes Verhalten zu sein und das kapiere ich nicht. Meine Kollegen haben mich angesehen als hätte ich gesagt „Ich schlafe auf dem Mars.“ Und dann so Fragen wie „Was machst du denn ganz alleine im Hotel?“ Ja was soll ich machen? Das gleiche wie alleine zu Hause! Ja aber im Hotel hast du doch nichts. Hä? Ich hab alles was ich brauche. Ein Bett. Eine Dusche. Eine Toilette. Und Temperaturen die angenehm sind. Vermutlich habe ich genauso belämmert zurück geschaut, wie meine Kollegen selbst.

Was soll mir denn fehlen im Hotel? Ich finde es merkwürdig, dass man mich merkwürdig deswegen findet.

So sehr ich mich anstrenge, ich verstehe nicht warum mein übernachten im Hotel so absurd zu sein scheint.

Außerdem hat es mir ein Stück weit mein gutes Gefühl kaputt gemacht. Ich war stolz auf mich so entschieden zu haben und so gut mit mir umzugehen und mir das zu gönnen. Zu gönnen, weil es keine Notwendigkeit für meinen Hotelaufenthalt gibt. Es ist nicht erforderlich wegen beruflichen Gründen oder warum auch immer und es ist auch nicht Urlaub machen. Das kostet Geld, soviel ist mal klar und das „einfach nur“ dafür auszugeben um es für mich angenehmer zu machen, dass ist eine ziemliche Leistung an Verboten, Dissoziationen und Wahrnehmungslöchern vorbei.

Menschen sind blöd ☹️

Veröffentlicht unter Uncategorized | 16 Kommentare

Fluchtrucksäcke und survival training Hype

Irgendwie zufällig stolperte ich im Internet über Fluchtrucksäcke. Anschließend beschäftigte ich mich eine Weile sehr intensiv mit dem Thema. Ein Haufen sehr unterschiedlicher Erkenntnisse folgte. Aber von vorne:

Bei Fluchtrucksäcken wird grob unterschieden in „get-home bags“ und „never come home bags“ was im Ergebnis dazu führt, dass diese unterschiedliche (vermeintlich sinnvolle) Inhalte haben.

Es gibt hunderte Foren, Videos etc. die sich damit befassen, was jemand in den Rucksack packt und warum. Ziemlich schnell stellte sich bei mir Verwunderung, Belustigung und dann ein Überlegenheitsgefühl ein.

Warum? Es machte mich fassungslos, was die Menschen glauben zu brauchen. Pflaster? Labello? Ist das euer Ernst?! Es sollen Ueberlebensrucksäcke sein! Für zugegeben sehr vage Katastrophen-, Krisen was auch immer Fälle. Trotzdem, es fällt mir schwer mir ein solches Szenario vorzustellen, in dem ich das Bedürfnis habe mir Labello ins Gesicht zu schmieren oder ein Pflaster aufzukleben. Beides nutze ich schon im Alltag nicht. Raue Lippen sind möglicherweise unangenehm. Ein Schnitt im Finger auch. Aber mehr als lästig ist beides nicht. Und weil das so ist, gibt es in meinem Empfinden auch kein Handlungsbedarf.

An dieser Stelle fühlte ich mich sehr überlegen. Menschen mit diesen Luxusbedürfnissen stopfen viele Kilos unnützes Zeug in ihren Rucksack. Nichts davon ist erforderlich. Denn in Wahrheit braucht der Mensch lediglich etwas zu essen, zu trinken und etwas Schutz vor Kälte um zu überleben. Das ist alles!

Ich dachte amüsiert darüber nach, wie im Katastrophenfall all die Menschen mit ihrem 30kg Rucksack (gefüllt mit Labbelo, Pflastern und sündhaft teurer Outdoorkleidung) reihenweise bewusstlos (vor Erschöpfung) auf der Straße liegen. Fies. Ist mir bewusst.

Wir lachten also über die Menschen, deren schlimmsten Vorstellungen beinhalteten, dass sie einen Labello benutzen wollen.

Wir hingegen hatten soviel reales survival training, dass uns rissige Lippen wurscht sind. Wir brauchen kein Buch, das uns sagt welche Pflanzen giftig sind und wie man im Notfall überlebt. Wir wissen aus Erfahrung wie man bei Minusgraden schläft und am Morgen auch wieder aufwacht, ohne Erfrierungen zu erleiden. Unser Körper hat jahrzehntelange Übung darin sich von Regenwasser und unreifen Obst und Gemüse zu ernähren. Der Körper ist trainiert weit weit über Belastungsgrenzen zu gehen. Wir wissen, dass wir auch mit gebrochener Knieschneibe weiter durch den Wald laufen können. Pflaster, unser Lachen darüber wird bitter.

So kamen wir zur nächsten Erkenntnis. Ja. Was überleben angeht, mit dem nötigsten klar kommen, auf Grundbedürfnisse begrenzt sein und dennoch am Leben bleiben, wenn selbst die nicht gestillt sind, darin sind wir überlegen. Haushoch. Nur ist das nicht der Alltag. Die Welt befindet sich nicht im Ausnahmezustand. Nicht hier wo wir leben. Es geht in Deutschland nicht ums nackte überleben.

Und dann kam die große Traurigkeit. Der Schmerz und das Gefühl im Nachteil zu sein. Wir können oft so „Luxus“ nicht wahrnehmen. Wir leben immer, als ginge es nur darum nicht zu sterben. Wir können schlecht Bedürfnisse wahrnehmen, die darüber hinausgehen. Es gibt in uns keine Handlungsschablonen um es sich angenehm zu machen. Was meine ich damit? Wenn die Lippen rissig sind, dann nehmen wir es im besten Fall zur Kenntnis (meistens kommen solche Empfindungen schon gar nicht klar im Bewusstsein an. Höchstens ein diffuses Unwohlgefühl) und warten bis es von alleine heilt. Wenn uns scheisskalt ist, dann halten wir das aus, anstatt für Wärme zu sorgen (was im Heute durchaus möglich wäre).

Manchmal sind wir auch heute noch ganz schnell in einem Katastrophenszenario. Dafür braucht es keine äußeren Einflüsse. Ein paar schlechte Tage… und wir sind so gelähmt von Panikanfällen, dass wir die Wohnung nicht verlassen können. Einkaufen unmöglich. Klar, es kommt noch Wasser und Strom aus der Wand und auch das Internet wäre theoretisch noch nutzbar. Nur haben wir das dann nicht präsent. Es ist keine verfügbare Handlungsoption. Ja. Wir können uns Wochenlang von Haferflocken mit Wasser ernähren. Weil wir es müssen.

Ist das nicht unfassbar traurig?

Alles was wir tun hat noch immer hauptsachlich den Zweck, nicht zu sterben. Leben ist etwas anderes! Scheisse ist, wenn man das nur punktuell wahrnehmen kann. Also das man immer nur das überleben sichert. Ohne durch etwas oder irgendwen darauf hingewiesen zu werden, sind wir nicht in der Lage auch nur wahrzunehmen, dass es oft mehr Handlungsoptionen gibt. Das man was essen kann, um nicht zu verhungern und das es auch die Option gibt, dass das auch noch lecker dabei sein darf. Wir wissen ja zum Beispiel darum, dass wir immer wieder in die Situation geraten, nicht einkaufen zu können. Wir könnten also Lebensmittel im Vorrat haben, die gut schmecken, die ein Wohlgefühl machen. Tun wir aber nicht. Wir lagern Haferflocken. Weil sie genug sind um zu überleben. Nicht das wir es nicht versucht haben. Im Schrank stehen auch andere Lebensmittel. Im Ueberlebensmodus scheinen sie aber nicht wahrgenommen zu werden.

Es gibt einen Unterschied sich am Leben zu halten oder leben. Am Leben halten können wir. Darüber hinaus das lebendig sein wahrnehmen. Wohl fühlen. Angenehmes erleben. Darin sind wir sehr , sehr begrenzt. Nicht weil wir nicht wollen. Die Sehnsucht danach ist oft sehr schmerzhaft fühlbar. Das Problem an Dissoziation, so hilfreich sie war und oft ist, sie macht so viele Löcher in deiner Wahrnehmung, dass du irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen kannst, wie viel sie Dir nimmt. So viel Erleben wird Dir geklaut und du weißt es die meiste Zeit nicht.

Ziemlich getroffen hat mich auch ein Video von einem jungen Erwachsenen. Er hat den Inhalt seines Fluchtrucksackes vorgestellt. Unter anderem hat er sich Kaugummis eingepackt. Wörtliches Zitat „Gegen Mundgeruch.“ Meine erste Reaktion war lautes Lachen! Ernsthaft? Eine nationale Katastrophe, dafür hast du deinen Rucksack und du machst dir Gedanken über Mundgeruch? Präziser. Du stellst Dir dich selber in einem Szenario vor, in dem es um leben und Tod geht und deine Gedanken gehen dahin, dass du keinen Mundgeruch haben willst? Ein bisschen später war es blanker Neid! Ich weiß das Mundgeruch dein geringstes Problem in einer solchen Situation ist! Wenn du verletzt bist, benutzt, du blutest, bist voller körperflüssigkeiten, deinen eigenen oder fremden… an Mundgeruch denkst du sicher nicht! Aber ich beneide dich! Ich beneide dich, weil du Dir im jetzt solche Vorstellungen davon machst und ich beneide dich, weil das bedeutet du kennst die Realität des am Leben bleiben wollen nicht und höchstwahrscheinlich wirst du diese Erfahrung niemals machen müssen.

Ich fühle mich betrogen und beraubt. Ja. Ich lebe noch. Aber ich will auch erleben. Das Leben fühlen. Die Wahl haben.

Ich wünschte auch meine Vorstellungskraft für Katastrophen würde den Wunsch nach Benutzung eines Labellos beinhalten! Ich stelle mir das schön vor.

Und es tut weh, dass es für mich nie so war und niemals so sein kann!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 10 Kommentare

Ich bin pro Leben eingestellt

Ein wörtliches Zitat, dass selbst mich verärgert und meinen Blutdruck steigen lässt!

Selbst mich, weil ich über die emotionale Möglichkeit mich suizidal zu fühlen gar nicht verfüge. Ich kann wahrnehmen, wenn es sich in mir so fühlt, aber es betrifft mich nicht. Ich mache einfach weiter. Neben der Wahrnehmung dieses Gefühlszustandes kann ich einfach zur Arbeit gehen, mit den Kollegen scherzen und mir sagen lassen, dass ich ein Mensch sei, der scheinbar niemals schlecht gelaunt ist.

Meine Freundin formulierte es mal anders: Du bist ein Mensch, mit dem sitzt man am Tisch. Plaudert, lacht, man fühlt sich verbunden und wohl. Dann stehst du auf und springst aus dem Fenster und man bleibt völlig fassungslos zurück, weil man das im Ansatz nicht hat kommen sehen und nicht versteht!

Aber zurück zum Thema. Er ist also pro Leben eingestellt. Was soll das eigentlich heißen? Weiter leben, am Leben halten, um jeden Preis? Was genau? Ich finde das eine sehr Inhaltslose Floskel, die alles bedeuten kann oder aber auch nur daher geplappert ist.

Wie kann man das einem suizidalem Gegenüber vor den Latz knallen? Es geht wohl kaum nichtssagender oder unpersönlicher. Ich bin pro Leben. Wessen Leben? Meins? Dein eigenes? Pro gutes Leben? Oder auch pro gewaltsvolles und verzweifeltes Leben?

Wie wäre es mit: ich möchte nicht das Du stirbst!

Klingt ganz anders oder? Hat was mit mir zu tun. Fühlt sich persönlich und nach es geht um mich an. Schafft einen Zugang zu Gefühlen, auch sich selbst gegenüber.

Ich bin pro Leben. Herzlichen Glückwunsch und schön für Sie! Wäre ich an Ihrer Stelle, mit Familie, gut bezahltem Job und einem normalneurotischem Gefühlsspektrum, der Fähigkeit gute Kontakte zu pflegen und Kontrolle über mein Leben versus verstrickt in Gewaltbeziehungen, schwer Bindungsgestört, Angstgestört und so hochdissdoziativ das oft das Gefühl überwiegt wenig Kontroll- und Einflussmöglichkeiten im Bezug auf das eigene Leben oder Emotionen zu haben, dann könnte ich die Pro Leben Einstellung sicher teilen.

So ist es aber nicht! Und wenn ich dann diesen Satz ins Gesicht geschlagen bekomme dann fühle ich mich im besten Fall nicht gesehen in meinem Leid, meinen Anstrengungen und meiner (gewaltbelasteten) Lebensrealität. Im schlimmsten Fall fühle ich mich für genau das verhöhnt!!

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Mal so am Rande..

Träumte ich letzte Nacht mal wieder von einer Zombieapokalypse und war auf der Flucht. Ähnliches träume ich oft, aber dann kam die Wende 😂 denn die Paulines tauchten im Traum auf und begleiteten uns auf der Flucht. Wo auch immer unser Gehirn die Verknüpfung her hat…

Zunächst versteckten wir uns vor den Zombies in einem Tierheim, aber als auch die Tiere Zombies wurden, flüchteten wir per Auto mit einer Schulfreundin von mir weiter.

Zwischendurch trafen wir noch auf eine junge, sehr verstörte Frau, bei der ich dachte Scheisse ist die Dissoziativ und Flashbackgeplagt und das ausgerechnet beim Weltuntergang. Spannend war dann, dass die Paulines sich ihrer Annahmen und sie beruhigten und sie sogar dazu brachten ein bißchen zu schlafen. Die junge Frau war quer durch Deutschland gelaufen, weil sie zu ihrer Mama wollte.

Ich finde es erstaunlich was mein Gehirn sich da zurecht gelegt hat. Zumal ich die Paulines auch nie persönlich kennengelernt habe… vielleicht die Kombination aus Muttertag, meiner Vorliebe für Zombies. Keine Ahnung. Ich bin auf jeden Fall lachend heute morgen aufgewacht.

Aber sicher ist, wenn der Weltuntergang kommt, dann muss ich zu den Paulines, denn mich haben sie auch total beruhigt 😂😂

Veröffentlicht unter Uncategorized | 6 Kommentare